Posts Tagged ‘ Managementsysteme

Wie der Herr, so’s Gscherr

Qualis dominus, talis et servus.

Unternehmenskultur und wie sie sich ändern lässt, zurzeit heiß diskutiert. Gute Verhaltensweisen loben, schlechte Tadeln, das ist der allgemeine Rat. Ich für meinen Teil glaube, dass dies gar nicht nötig ist.

Meiner Meinung – und Erfahrung nach – gibt es nur eine einzige Möglichkeit, die Unternehmenskultur in die gewünschten Bahnen zu lenken: der Chef, die Chefin muss es leben.

Durch ein Erlebnis habe ich auf diese Sache einfach mal mehr geachtet:
Vor einiger Zeit hielt ich einen Kurs für Akademiker, die nach Jahren wieder in das Berufsleben einsteigen wollten. Im „Lehrerzimmer“ bereiteten mich die anderen Dozenten vor: „Keine Chance mit den Leuten, die kommen nicht pünktlich. Das müssen Sie hin nehmen.“ Und dann noch ein: „Daran können Sie sich gleich mal gewöhnen.“ DAS war der Fehler, hehe. Na, dachte ich mir, das werden wir doch mal sehen.
Der Unterricht begann um 8:00 Uhr. Also begann ich genau um 8:00 Uhr, Tür zu, und los ging’s. Natürlich waren nicht alle da. Die Pünktlichen saßen in Hausschlappen und Gammellook ( dem ich auch zuhause gerne fröne), im Unterricht. Ich natürlich im vollen Business-Outfit. Und so hielt ich auch den Unterricht. Mit vielen Fragen auf die Teilnehmer eingehend.
Am nächsten Morgen waren sie dann alle pünktlich, am übernächsten Tag sogar einigermaßen businessmäßig angezogen. Die Überraschung war aber am letzten Tag, der drei Wochen später stattfand: es war der Tag, am dem die Flughäfen wegen des vielen Schnees gesperrt waren und noch nicht mal mehr Busse fuhren. Doch da saßen die Teilnehmer, mit Freude, prächtig sahen sie aus. Zeigten mir ihre als Hausaufgaben erstellen Handbücher. Hatten sehr individuelle und intelligente Lösungsansätze gefunden. Ich strahlte!

Seit dem habe ich mal darauf geachtet, wie sich ein Chef, der sich über seine Kultur im Unternehmen beschwert, selber verhält. Unternehmenskultur in gewünschte Bahnen zu lenken, gelingt nach meinen Beobachtungen ausschließlich durch Vorleben durch den Chef. Wenn wir wollen, dass unsere Mitarbeiter pünktlich sind, dann müssen wir es auch sein. Wenn wir wollen, dass sie freundlich zu den Kunden sind, sind wir es als Vorbild auch. Machen Sie mal den Test in einem Punkt, der Sie sehr in Ihrem Unternehmen stört. Schimpfen Sie nicht, wie sich die anderen verhalten – wir wissen, Ihre Mitarbeiter machen das dann auch –, sondern leben Sie es richtig vor, ohne es durch Worte zu erwähnen, einfach machen.

Jeder Chef hat die Mitarbeiter, die er verdient. Arbeiten Sie also an Ihren Traummitarbeitern.

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Organisieren Sie noch um oder leben Sie schon?

 In meiner beruflichen Anfangszeit machte ich eine Projektstudie in einem Unternehmen, das seine Konstruktionsprozesse optimiert haben wollte. Nach zwei Tagen Beobachtung fiel mir als Anfänger Folgendes auf:

alle Mitarbeiter kannten ihren Job, waren Spezialisten auf ihrem Gebiet, jeder arbeitete von morgens bis abends, und dennoch klappte es nicht.

Was war passiert?

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Das Elend mit den Managementhandbüchern und wie man es beseitigt

Ja, da schreiben Ursula Isariuk und ich über Management und Managementhandbücher.

Wie man mit klaren Ideen Kosten spart und mehr Geld verdient, und was im Handbuch nicht fehlen darf.

Und in den Betrieben lesen wir die Managementhandbücher und finden immer wieder diese  beiden mörderischen Handbuch-Fehler:

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Wie man eine Managementbewertung erstellt

Die Managementbewertung ist ein machtvolles Instrument in der die Geschäftsführung ihr eigenes Unternehmen bewertet.

Um eine Bewertung durchführen zu könnten, brauchen wir einen vollständigen Input an Daten. Unsere ISO 9001:2008 verlangt hier Folgendes:

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Wie formuliere ich die Qualitätspolitik?

 

Unsere ISO 9001:2008 hat folgenden Forderungen an die Qualitätspolitik:

  • Sie soll dem Zweck des Unternehmens angemessen sein
    • Tipp: sehen Sie sich mal den Zweck des Unternehmens im Handelsregister an
    • Bleiben Sie mit der Q-Politik anspruchsvoll auf dem Teppich. In einem Hightechunternehmen etwas von Fehlervermeidung zu schreiben ist zu niedrig.
  • Sie MUSS die Verpflichtung zur – einfach formuliert -: Erfüllung der Norm und zur ständigen Verbesserung des Managementsystems enthalten
    • Hier muss stehen: „Die Leitung verpflichtet sich…“, genau so und nicht verklausuliert in irgendwelchem Blabla. Wir Auditoren müssen das checken und so sehen.

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Musts an Dokumenten für die Zertifizierung nach ISO 9001:2008

 
Nun starte ich eine neue Reihe: Trips und Ticks für die Zertifizierung.

 Heute: Welche Dokumente MÜSSEN für das Audit vorliegen, damit man zertifizierungsfähig ist?

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Was ist denn jetzt eigentlich Nachhaltigkeit?

AUWEIA! „Wir müssen die Ölpreise NACHHALTIG senken!“, „Diese Dokumente muss man nachhalten.“, „Kann man nachhaltig seinen Charakter ändern?“ Weiterlesen

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GMV für Managementsysteme

So, nun habe ich auch einen Blog – Dame von Welt eben.

Und um was geht es in diesem Blog? Ganz einfach: um Wissen und seine Anwendung.

Da die Welt ja wirklich groß ist, beschränke ich mich hier auf das Wissen rund um Unternehmensführung, Effizienz, Effektivität. Kurz: Managementsysteme.

Diese haben so gefürchtete Namen wie: DIN EN ISO 9001:2008, 14001: 2005 und 18001:2007.

Leider verbinden die meisten Menschen das mit Langeweile, Papierflut… und: QUAL – Qualität kommt von Qual (habe ich neulich gelesen).

Dabei ist es doch so interessant und einfach, ein vernünftiges Managementsystem zu haben, zu halten und zu verbessern. Wie man dies macht, ist das Thema dieses Blogs.

So, und wer jetzt noch Lust hat weiterzulesen, dem erzähle ich kurz etwas von mir.

Mein Name ist Ursula Reeber-Isariuk, ich bin seit über 10 Jahren für die DEKRA Certification GmbH als freie Auditorin unterwegs. Seit 20 Jahren führen mein Mann und ich das Isariuk-Institut. (www.isariuk.de – da gibt es auch ein Foto von mir.)

In dieser Zeit hat sich also viel Wissen und Erfahrung angesammelt, die ich in meinen Kursen an die Teilnehmer weitergebe. Mit der DEKRA Akademie und ihrer Tochter dem DIB wurde ein Konzept für Führungskräfte entwickelt. Man findet es hier: http://www.dib.de/index.php?id=235

Hier auf diesem Blog will ich immer wieder ein paar „Augenöffner“ reinstellen, Fragen dazu beantworten. Tipps und Trick weitergeben. GMV eben: Gesunder Menschenverstand.

Ich freue mich schon darauf.

Ihre Ursula Reeber-Isariuk

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